Schwangerenvorsorge

Bei der Schwangerenvorsorge gehören zur Grundvorsorge die Blutgruppenbestimmung mit Rhesusfaktor, der Antikörpersuchtest, die Bestimmung des Röteln-Titers, der TPHA-Test (ein Test auf eine Geschlechtskrankheit) sowie der HIV-Test (dieser ist freiwillig); im Verlauf der Schwangerschaft wird der Antikörpersuchtest wiederholt, außerdem ein Test auf HBs-AG durchgeführt (Hepatitis B surfactant Antigen). Ein "abgespeckter" Glucosebelastungstest zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche zum Aufspüren von Schwangerschaftsdiabetes ist ebenfalls Pflicht.

Ultraschalluntersuchungen sind 3mal vorgeschrieben, im Prinzip um die 10., 20. und 30. Schwangerschaftswoche.

Natürlich werden bei Besonderheiten, das heißt, wenn die Schwangere krank ist oder zu werden droht, noch alle möglichen anderen Tests, Untersuchungen und Ultraschalle durchgeführt - aber auch nur dann. Routinemäßig können "auf Kasse" nur die oben beschriebenen Leistungen durchgeführt werden.

Typische Leistungen, die sogenannte IGeLeistungen sind, ist eine Untersuchung auf Toxoplasmose (durch Katzenkot übertragene Krankheit), zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, das "Erst-Trimesterscreening", das eine Risikoabschätzung für das Down-Syndrom erlaubt, zur Zeit wird der NIPT (nicht-invasiver Pränatal Test), der einen sicheren Ausschluss von Down-Syndrom und 2 weitern Trisomien ermöglicht, noch nicht von allen Kassen bezahlt (bei sogenannten Risikofrauen über 35), soll aber demnächst Kassenleistung werden. Auch andere routinemäßig gewünschte Teste auf Infektionskrankheiten werden nicht bezahlt. Manche Arbeitgeber wollen ein möglichst lückenloses "Infektionskrankheitenscreening" - dies ist keine Kassenleistung, sondern durch den Arbeitgeber zu bezahlen!